Schneidschaufel und Silozange mit geschweißter Hardox-Schneide

Aktualisiert am:
23. Februar 2026
Siloentnahmetechnik
Maria Schmidbauer

Inhalt

Scharfe Schneide-große Wirkung

Bei der Futterentnahme aus dem Silo entscheidet oft ein unscheinbares Detail über sauberes Arbeiten, geringen Verschleiß und Sicherheit in der Futterration: die Schneide an Schneidschaufel und Silozange. Ob diese als Schraubschneide oder als geschweißte Schneide ausgeführt ist, macht im Alltag einen deutlichen Unterschied.

Auf der Agritechnica berichteten uns eine Vielzahl von Landwirten, dass sie an ihren Silozangen regelmäßig die geschraubte Schneide wechseln mussten – da es vermehrt zum Buch der Schraubschneide kam. Zusätzlich bleibt immer die Sorge: Was passiert, wenn abgebrochene Messer oder Schneidenteile in der Futterration landen?

Genau an dieser Stelle setzt der Ansatz von MAMMUT an. Die Schneidschaufeln und Silozangen arbeiten mit einer geschweißten Hardox-Schneide, die speziell für die tägliche Futterentnahme entwickelt wurde. Ja, jede Schneide ist ein Verschleißteil – aber sie muss nicht so ausgelegt sein, dass sie getauscht werden muss.

In diesem Beitrag wird gezeigt,

  • wo die Unterschiede zwischen geschraubter und geschweißter Schneide liegen
  • und welche der beiden Lösungen im Alltag wartungsarm, kraftsparend und sicher für die Futtervorlage ist.
 

Am Markt haben sich zwei grundsätzliche Ausführungen etabliert: die angeschraubte Schneide und die geschweißte Schneide. Bei der Schraubschneide wird die Schneide mit Schrauben befestigt und von Anfang an als klassisches Verschleißteil betrachtet. Die geschweißte Schneide ist fest mit dem Gerät verbunden und für hohe Belastungen im täglichen Einsatz ausgelegt.

MAMMUT setzt bei seinen Entnahmegeräten bewusst auf eine geschweißte Schneide aus Hardox – aus mehreren Gründen.

MAMMUT Silozange mit geschweißter Schneide und einer sehr stabilen Schweißnaht
MAMMUT Silozange SILO CAT Entnahme im Maissilo Kelecsko a.s. - Ing. Radim Kubečka in Tschechien

Der Vergleich: Schraubschneide vs. geschweißte Hardox-Schneide

Konstruktive Auflage als zusätzliche Schwachstelle

Bei vielen Schraubschneiden wird die Schneide mit Senkschrauben an Silozange oder Schneidschaufel montiert, sodass die Schraubenköpfe selbst nicht im Silostock vorstehen. Damit die Schneide befestigt werden kann, ist das Entnahmegerät jedoch so ausgelegt, dass ein Materialstreifen vorsteht, auf dem die Schneide aufliegt. Dieses vorstehende Material bildet beim Eindringen in die Silage eine Kante, die wie eine Stufe im Futter wirkt, den Widerstand erhöht und die mechanische Belastung steigert. In der Praxis verschleißt daher oft zuerst der Bereich rund um diese Auflage und die Befestigung – gerade bei intensiv genutzten Geräten wie Silozange und Schneidschaufel.

Im Silo herrschen Feuchtigkeit und Gärsäfte. Diese dringen in die Zwischenräume rund um Schraubenköpfe und Bohrlöcher ein. Säuren und Salze greifen die Metallteile an, Schrauben und Muttern beginnen zu rosten. Aus dem vermeintlich einfachen Schneidwechsel wird dann eine zeitaufwendige Arbeit. Was als „flexibles System“ gedacht ist, entwickelt sich so für viele Betriebe zur regelmäßigen Ärgerquelle.

Glatte, geschweißte Hardox-Schneide mit weniger Angriffspunkten

Bei der geschweißten Schneide aus Hardox stellt sich die Situation anders dar. Die Schneide sitzt direkt unter dem Schneidkorb und bildet eine glatte, durchgehende Kante ohne hervorstehendem Material. Dadurch gibt es keinen unnötigen Kraftverlust und die Schneide gleitet ohne Störung durch das Futter. Zudem erreicht das widerstandlose Gleiten durch den Futterstock eine ebenmäßige Schnittkante im Fahrsilo. Somit wird nicht nur das Entnahmegerät sondern auch die Grassilage und Maissilage geschützt.

Es gibt keine Bohrlöcher, in denen sich Gärsäfte sammeln können. Der Verschleiß findet dort statt, wo er hingehört: gleichmäßig an der Schneidkante. 

Hardox ist ein hochbelastbarer Verschleißstahl, der für harte Einsätze ausgelegt ist. In Kombination mit der geschweißten Ausführung entsteht eine Schneide, die der täglichen Entnahme standhält.

Sicherheit in der Futterration: abgebrochenen Schneidteile in der Futtervorlage

Risiko von Fremdkörpern im Futter

Fremdkörper in der Futterration sind ein besonders sensibles Thema. Bei geschraubten Schneiden können lokal überlastete Bereiche an Bohrlöchern oder im Schraubenbereich zu Rissen und Bruch führen. Abgebrochene Messerspitzen oder Schneidenteile können im Silostock verbleiben, später mit entnommen werden und schließlich in der Futtervorlage landen. Im Extremfall drohen Verletzungen oder Verendungen von Tieren.

Stabile, geschweißte Hardox-Schneide als Beitrag zur Sicherheit

Die stabile, durchgehende geschweißte Schneide aus Hardox reduziert dieses Risiko deutlich. Es gibt keine durch Bohrungen geschwächten Zonen im Schneidbereich, die Bruchsicherheit ist durch den massiven, durchgehenden Stahl hoch und der Verschleiß verläuft gleichmäßig, ohne punktuelle Überlastung. Je stabiler die Schneide aufgebaut ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Teile abbrechen und in der Futterration landen.

Robuste geschweißte Schneide verhindert Bruch des Materials

Gesicherte Futterqualität ohne der Sorge von Fremdköpern durch Schneidvorgang

Vitaler und gesunder Tierbestand wird mit optimaler Futtervorlage versorgen

Kraftfluss beim Schneidvorgang: sauberer Schnitt statt Blockade

Beim Schneidvorgang soll die Kraft des Trägerfahrzeugs möglichst gleichmäßig in den Silostock eingeleitet werden. Bei Schraubschneiden, die mit Senkschrauben befestigt sind, stehen zwar keine Schraubenköpfe vor, jedoch bildet der für die Befestigung notwendige, vorstehende Materialstreifen eine konstruktive Kante. Diese Kante wirkt beim Eindringen in die Silage wie eine Stufe, auf der sich der Druck punktuell konzentriert, statt sich gleichmäßig über die gesamte Schneidkante zu verteilen. Es entstehen lokale Spannungen, es wird mehr Hydraulikdruck und Feingefühl benötigt und der Kraftbedarf steigt – mit der Folge eines höheren Verschleißes und weniger Komfort in der täglichen Arbeit.

Die durchgehend geschweißte Hardox-Schneide an Schneidschaufel und Silozange sorgt hingegen für einen deutlich ruhigeren Kraftverlauf. Der Druck wird über die gesamte Schneidkante verteilt, die Schneide dringt gleichmäßig in die Futtervorlage ein und trennt den Block sauber ab, der Silostock wird geschnitten statt aufgerissen. Das schont den Silostock, da weniger Luft eindringt und die Silagequalität erhalten bleibt, reduziert den Zugkraftbedarf des Trägerfahrzeugs und entlastet das Fahrpersonal durch ein ruhigeres Arbeitsverhalten.

Kräfteverteilung der MAMMUT Schneidschaufel und Silozange mit geschweißter Schneide

Wartungsarm im Alltag durch geschweißter Hardox-Schneide

Viele Betriebe entnehmen täglich mehrere Blöcke aus dem Silo. Gerade dort zahlt sich eine wartungsarme Lösung aus. Bei der geschweißten Schneide aus Hardox entfällt der regelmäßige Kontrollaufwand für Schrauben und Muttern. Stattdessen genügen periodische Sichtkontrollen der Schneidkante, damit Schneidschaufel und Silozange zuverlässig einsatzbereit bleiben.

Auch eine Hardox-Schneide unterliegt Verschleiß – allerdings deutlich geringer. Nach längerer Einsatzzeit kann die Schneide mit einem Winkelschleifer mit Fächerscheibe nachgeschärft werden. Die Schneidwirkung bleibt erhalten, ohne dass Komponenten getauscht werden müssen. Diese Arbeit ist schnell erledigt und wesentlich weniger aufwendig als ein kompletter Schneidenwechsel mit mehreren Schrauben.

Sollte es in seltenen Fällen nötig sein, die Schneide zu tauschen, liegt die Ursache meist nicht in der normalen Abnutzung, sondern in massiven Fremdkörpern im Silo – etwa Steinen oder Metallteilen, die unbemerkt mit eingelagert wurden und die Schneide punktuell stark beschädigen. In diesen Ausnahmefällen ist das Vorgehen klar definiert: Die alte Schneide wird sauber abgetrennt und eine neue Hardox-Schneide aufgeschweißt. Dieser Eingriff bleibt auf Sonderfälle beschränkt und ist nicht als regelmäßige Wartungsmaßnahme vorgesehen.

MAMMUT Schneidschaufel geschweißte Schneide mit glatter Schneidfläche und durchgängigem Schneidkorb
MAMMUT Servicemitarbeiter schärft geschweißte Schneide bei Landwirt an der Silozange nach
MAMMUT Kunde Henryk Schultz aus Sachsen - Silozange

„Wenn man jetzt vergleicht: Unsere alten Siloschneidzangen mit den MAMMUT Siloschneidzangen, dann fällt mir besonders auf, dass die geschweißte Schneide im täglichen Gebrauch sehr gut durch das zu entnehmende Siliergut mit sehr wenig Kraftaufwand gleitet.“

     – Henryk Schultz, Agrargenossenschaft Oberes Elbtal Reinhardtsdorf e.G.

Für wen sich Schneidschaufel und Silozange mit geschweißter Schneide lohnen

Am Ende zählt, was im Alltag passiert: saubere Entnahme, sicherer Umgang mit dem Futter und möglichst wenig Aufwand für Verschleiß und Wartung. Eine Schneidschaufel oder Silozange mit geschweißter Schneide aus Hardox ist besonders interessant für Betriebe,

die täglich Silage entnehmen,

die Wert auf eine ruhige, kraftsparende Arbeitsweise legen,

die möglichst wenig Zeit mit Schneidenwechsel und festgerosteten Schrauben verbringen möchten,

die das Risiko von Fremdkörpern in der Futterration so gering wie möglich halten

und einen glattes Schnittbild und eine Vermeidung von unnötigen Qualitätseinbußen im Futter wollen.

Die Kombination aus glatter, geschweißter Hardox-Schneide, optimiertem Kraftfluss und wartungsarmer Ausführung macht dieses System zu einer robusten Lösung für die moderne Futterentnahme.

Wer prüfen möchte, ob dieses Schneidsystem zur eigenen Silosituation, zum Betriebsablauf und zum vorhandenen Trägerfahrzeug passt, sollte einen genaueren Blick auf die MAMMUT Entnahmetechnik – Schneidschaufeln und Silozangen mit geschweißter Hardox-Schneide – werfen. Um eine individuelle Lösung für den eigenen Betrieb zu besprechen das MAMMUT-Team gerne zur Verfügung.

Mehr über die Siloentnahmetechnik von MAMMUT

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