Nacherwärmung im Fahrsilo vermeiden

Aktualisiert am:
27. August 2025
Siloentnahmetechnik
Karoline Glöckner

Inhalt

Schritt für Schritt zur perfekten Anschnittfläche

Ist das Futter eingebracht, verteilt, verdichtet und abgedeckt so können die Milchsäurebakterien ihre Arbeit tun und es entsteht durch einen intensiven Gärverlauf eine qualitativ hochwertige Silage. Um auch nach der Öffnung die Futterverluste gering und die Silagequalität hoch zu halten bedarf es sorgfältiger Entnahmetechnik mit schonender Arbeitsweise. Vor allem im Sommer begünstigen hohe Temperaturen an der Oberfläche des Silostockes die Bildung von Hefe- und Schimmelpilzen. Dies hat oft erhebliche Futterverluste zur Folge. Da die Grundfutterqualität für gute Milchleistungen entscheidend ist, lohnt es sich mit diesem Thema näher zu beschäftigen und in moderne Technik zu investieren.

Wann spricht man eigentlich von Nacherwärmung? – Grundsätzlich beträgt die Kerntemperatur des abgekühlten Silostockes ca. 15 °C . Liegt die Temperatur der Silage mehr als 10 °C darüber, so spricht man von Nacherwärmung im Silo. Die größte Herausforderung ist oft das Beibehalten der Futterqualität nach dem Öffnen.

Durch eine aufgelockerte Oberfläche kann weißgräulicher Schimmel in der Silage entstehen.

Glatter Schnitt mit der Silozange von MAMMUT: Die Schnittkante bleibt fest und unversehrt.

5 Tipps zur Vermeidung von Nacherwärmung

1. Ausreichend Vorschub:

Dort wo Hefen mit Sauerstoff in Kontakt kommen verliert die Silage ihren Schutz gegen eine Erwärmung. Da dieser Prozess aber einige Zeit dauert und nicht umgehend stattfindet, entstehen bei häufiger Entnahme meist keine bis geringe Futterverluste. Der Vorschub im Fahrsilo sollte daher im Sommer mindestens 2,5 m und im Winter min. 1,5 m pro Woche betragen.

2. Idealer Trockenmassegehalt:

Ein zu hoher TM-Gehalt von über 40 % führt zu einem schlechteren Gärverlauf, denn trockenes Gras lässt sich nur schwer verdichten. Nach dem Öffnen kann sich so das Futter leichter erwärmen und der gesamte Silostock ist betroffen. Man sollte daher schon bei der Ernte auf einen passenden und nicht zu hohen Anwelkgrad achten, um spätere Qualitätseinbußen bei der Silageentnahme zu vermeiden.

3. Richtiger Erntezeitpunkt:

Gerade der Erntezeitpunkt ist ausschlaggebend für die weiteren Schritte in der Silierung. Ein zu später Schnittzeitpunkt bedeutet einen hohen Rohfaseranteil, was das Verdichten beim Silieren erschwert. Vor allem wenn Gärnester durch mangelnde Verdichtung entstehen ist eine Nacherwärmung nach dem Öffnen oft vorprogrammiert. Nutzen Sie also gute Erntezeitfenster und vermeiden Sie einen zu späten Schnitt.

4. Passende Gärdauer:

Die Herstellung der Essigsäure im Silo dauert mehrere Wochen. Um einen günstigen Gärverlauf sicherzustellen, sollte der Silostock daher nicht vor 6 Wochen geöffnet werden – bei Sommersilagen wird eher eine noch längere Gärzeit empfohlen.

5. Glatter Anschnitt:

Die Entnahmetechnik sollte eine glatte und feste Anschnittfläche hinterlassen. Je weniger Luft beim Herausschneiden des Futters ins Silo eindringt, desto stabiler bleibt die Qualität. Eine feste Schnittkante gibt Hefe und in weiterer Folge auch Schimmelpilzen keine Chance.

Bei der Siloentnahme ist es wichtig, eine saubere Anschnittfläche zu hinterlassen.

Die Silozange von MAMMUT eignet sich sowohl für reine Gras- als auch für gemischte Sandwich-Silagen.

Scharf wie eine Rasierklinge: bei dieser Schnittkante haben Hefe- oder Schimmelpilze keine Chance.

Gerade bei hohen Temperaturen erwärmt sich lockeres Futter leichter, da Sauerstoff durch die Poren eindringen kann.

Der Schnitt macht den Unterschied

Die Siloschneidzange SILO CAT von MAMMUT wurde speziell dafür konzipiert, nur das beste Futter im Flachsilo zu hinterlassen. Oberstes Ziel bei der Entwicklung: ein Gerät für die Zukunft zu bieten, welches starken Belastungen standhält und durch seine Konstruktion den ungewollten Lufteintritt im Silo verhindert. Die Formgebung der Silagezange sowie ihr doppelwandiges Konzept mit innenliegenden Verstärkungen bilden die Basis für leichtzügiges und futterschonendes Schneidverhalten. Eine geschweißte und präzise Hardox-Schneide sowie die schlanke Oberfläche des Schneidschildes bewirken außerdem einen scharfen Schnitt durch das Futter. Für das Heraustrennen des Siloblockes mit MAMMUT Schneidzangen ist ein extrem geringer Kraftaufwand notwendig. Das Ergebnis ist eine glatte Anschnittfläche, die selbst bei hoher Umgebungstemperatur nicht erwärmt.

Geschweißte Hardox-Schneide für bestes Schneidverhalten

Der Schneidradius nähert sich an die „neutrale Phase“ an.

Doppelwandiges Design: Sämtliche Verstärkungen befinden sich im Inneren des Schneidschildes.

Ein kompakter Block für die Vorratslagerung

Bei der Siloentnahme ist es nicht nur wichtig, dass der Futterstock selber unversehrt und fest bleibt – vor allem bei der Vorratslagerung oder in Kombination mit automatischen Fütterungssystemen ist oft eine Einlagerung des herausgetrennten Siloblockes erforderlich. Damit in der Futterküche die Qualität der Silage erhalten bleibt, ist auch hier ein kompaktes Ergebnis anzustreben. Mit der MAMMUT Silozange wird das Futter schonend entnommen: Dank der glatten Oberfläche auf der Innen- und Außenseite des Schneidkorbes wird der Block bei der Siloentnahme nicht belüftet. So kann dieser, gerade im Bereich der automatischen Fütterung (Futterküche), optimal eingelagert werden.

Siloentnahme als Basis für Wirtschaftlichkeit und Tierwohl

Nacherwärmte Silagen haben meist massive Energieverluste und Geruchsveränderungen zur Folge, die wiederum zu einer verminderten Futteraufnahme führen. Entstehen durch die Nacherwärmung sogar weißgräuliche Schimmelstellen im Futter, so kann dies zu einer geringeren Trockenmasseaufnahme und somit zu Einbußen in der Milchleistung beitragen. Erhöhte Zellgehalte in der Milch oder Erkrankungen wie z. B. Euterentzündungen oder Ketose sind weitere Auswirkungen bei der Verfütterung von mangelhafter oder gar verschimmelter Silage. Damit Ihre Kühe lange gesund bleiben und hohe Leistungen bringen, ist es wichtig langfristig Qualitätsfutter vorzulegen.

16 Modelle bieten maximale Auswahlmöglichkeiten

Die Silozange SILO CAT ist aufgrund ihrer Bandbreite in der Typenauswahl ein sehr vielfältiges Gerät. Das Blockvolumen variiert je nach Baugröße von 0,48 m³ bis 3,52 m³. Grundsätzlich werden die Silagezangen und Siloschneidschaufeln von MAMMUT in vier Baureihen gegliedert: Die „N“ mit einer Öffnungshöhe von 70 cm, die „M“ mit 80 cm Blockhöhe, die Baureihe „H“, die bereits 1,10 m öffnet. Und die größte Type „XL“ mit einem beachtlichen Öffnungsmaß von 1,30 m. In jeder Bauform gibt es wiederum unterschiedlichste Breiten. Damit steht eine große Auswahl an Silozangen für Ihr individuelles Tragerfahrzeug und Fahrsilo zur Verfügung.

Zusatzoptionen wie ein klappbares Bodenblech, die geschlossene Rückwand (Maisblech) oder der hydraulische Abschieber machen die Schneidzange sowohl in Gras- als auch in Maissilage einsetzbar. Für alle, die lieber ein komplett geschlossenes System bevorzugen ist die Schneidschaufel SILO BUCKET eine gute Wahl: Diese Maschine ist mit einem stabilen Boden (anstatt der Zinken) ausgestattet und ermöglicht einen sauberen Einsatz ohne Bröckelverluste.

Mehr über die Siloentnahmetechnik von MAMMUT

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Auf der Agritechnica berichteten uns eine Vielzahl von Landwirten, dass sie an ihren Silozangen regelmäßig die geschraubte Schneide wechseln mussten – da es vermehrt zum Buch der Schraubschneide kam. Zusätzlich bleibt immer die Sorge: Was passiert, wenn abgebrochene Messer oder Schneidenteile in der Futterration landen?

Genau an dieser Stelle setzt der Ansatz von MAMMUT an. Die Schneidschaufeln und Silozangen arbeiten mit einer geschweißten Hardox-Schneide, die speziell für die tägliche Futterentnahme entwickelt wurde. Ja, jede Schneide ist ein Verschleißteil – aber sie muss nicht so ausgelegt sein, dass sie getauscht werden muss.

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