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Klappbares Maisschiebeschild für eine effiziente Maisernte

Aktualisiert am:
6. August 2026
Siloeinbringtechnik
Maria Schmidbauer

Inhalt

Effiziente Verteilung großer Futtermengen im Fahrsilo

Bei der Maisernte treffen innerhalb kurzer Zeit sehr große Futtermengen am Fahrsilo ein. Diese hohe Schlagkraft der Erntekette stellt besondere Anforderungen an die anschließende Silageverteilung. Damit der Silostock gleichmäßig aufgebaut werden kann und im Anschluss eine optimale Verdichtung möglich ist, muss die Maissilage ohne Verzögerung aufgenommen, kontrolliert geführt und flächig verteilt werden.

Ungleichmäßige Abladehaufen, wechselnde Anliefermengen und begrenzte Zeitfenster machen eine präzise Arbeitsweise im Fahrsilo erforderlich. Nur wenn das Material in gleichmäßigen Schichten abgelegt wird, lassen sich Lufteinschlüsse vermeiden und eine stabile Silagequalität sicherstellen.

Das MAMMUT Maisschiebeschild SILO PUSH ist genau für diese Anforderungen entwickelt worden. Es kombiniert eine große Arbeitsbreite mit hydraulisch klappbaren Seitenflügeln, die sich flexibel an unterschiedliche Einsatzsituationen anpassen lassen. Beide Flügel können unabhängig voneinander nach vorne oder nach hinten bewegt werden. Dadurch lässt sich das Häckselgut gezielt führen oder gleichmäßig über die gesamte Arbeitsbreite verteilen.

MAMMUT Maisschiebeschild mit Silowalze am Traktor, Ladewagen lädt Maisernte ab und wird verteilt und verdichtet zugleich

Klappbare Seitenflügel für maximale Flexibilität

Die Seitenflügel des SILO PUSH lassen sich unabhängig voneinander hydraulisch steuern. Ihre Position bestimmt, wie das Material vor dem Schild geführt wird. So kann der Fahrer direkt auf unterschiedliche Ablademengen, Silobreiten und Bereiche des Fahrsilos reagieren.

Mit nach vorne gestellten Flügeln entsteht ein großer Aufnahmeraum. Werden die Flügel geöffnet oder unterschiedlich positioniert, verändert sich die Richtung, in die das Futter verteilt wird. Für das Arbeiten entlang der Silowand kann der wandseitige Flügel nach hinten geklappt werden.

Große Futtermengen aufnehmen

Beim Abladen vor dem Silo entstehen häufig große Futterhaufen, die anschließend direkt ins Fahrsilo hinaufgeschoben werden müssen. Nach vorne geklappte Seitenflügel halten die Maissilage dabei vor dem Schild zusammen und verhindern, dass sie seitlich ausweicht.

So lassen sich die abgeladenen Mengen mit dem besonders stabilen und leistungsstarken Maisschiebeschild SILO PUSH gezielt aufnehmen und in das Silo einarbeiten. Die robuste Konstruktion der Seitenflügel sorgt dafür, dass das Material sicher geführt wird, ohne dass es zu seitlichem Verlust kommt. Dadurch wird der Bereich vor dem Silo schnell freigeräumt, sodass nachfolgende Transportfahrzeuge ohne Verzögerung abladen können.

Das Streubild gezielt anpassen

Da beide Seitenflügel separat angesteuert werden, kann die Verteilrichtung während der Arbeit verändert werden. Das Futter lässt sich gezielt nach links oder rechts lenken oder über die gesamte Breite verteilen.

So entstehen gleichmäßige Schichten, die direkt im Anschluss vom Walzfahrzeug verdichtet werden können. Dadurch wird der Silostock zügig aufgebaut und die verfügbare Zeit für die anschließende Verdichtung optimal genutzt.

Näher an der Silowand arbeiten

Gerade im hektischen Ablauf der Maisernte zählt vor allem eines: Tempo. Das Häckselgut muss zügig aufgenommen und gleichmäßig im Silo verteilt werden. Hier darf es jedoch nicht an Präzision fehlen. Besonders im Randbereich der Silos zeigen die klappbaren Seitenflügel ihre Stärke. Sie ermöglichen es, das Material entweder bewusst von der Wand wegzuführen oder es gezielt bis dicht an die Silokante heranzuschieben.

Dadurch lässt sich die vorhandene Silobreite besser nutzen und das Material gezielt in die gewünschte Richtung bewegen. So bleibt die Arbeitsweise flexibel und eine gleichmäßige Verteilung wird gewährleistet.

Robuste Technik für die Maisernte

Während der Maisernte muss die eingesetzte Technik innerhalb eines kurzen Zeitfensters zuverlässig funktionieren. Besonders die klappbaren Seitenflügel sind dabei hohen Belastungen ausgesetzt, da sie große Erntemengen aufnehmen, führen und unter konstantem Materialdruck stabil bleiben müssen. Leistungsstarke Hydraulikzylinder und eine robuste Materialausführung sorgen dafür, dass die Flügel auch bei maximaler Beanspruchung sicher und kontrolliert arbeiten.

Der SILO PUSH ist deshalb für hohe Belastungen und den regelmäßigen Einsatz im Fahrsilo konstruiert. Weitere Ausstattungsmerkmale sorgen zugleich für eine robuste Arbeitsweise und hohen Bedienkomfort:

HARDOX-Gleitschuh:

Der verschleißfeste Stahl schützt den stark beanspruchten Unterbau und erhöht die Lebensdauer des Maisschiebeschildes.

Schürfleisten vorne und hinten:

Die widerstandsfähigen Leisten ermöglichen störungsfreie Schub- und Zugfahrten und erleichtern Korrekturen beim Verteilen.

Kurzer, massiver Anbaubock:

Die kompakte Bauweise hält das Gerät nahe am Trägerfahrzeug und verbessert die Sicht auf den Arbeitsbereich.

Schutzgitter mit guter Durchsicht:

Der Fahrer behält die Maissilage und die Position des Schildes auch bei großen Futtermengen im Blick.

Abgeschrägte Rückwanderhöhung:

Sie führt zurückwandernden Futtermais wieder nach vorne und hält den Bereich vor dem Trägerfahrzeug frei.

Große Arbeitsbreite, kompakte Transportstellung

Im Fahrsilo ist eine große Arbeitsbreite gefragt. Für den Wechsel zwischen verschiedenen Einsatzorten muss das Maisschiebeschild dagegen möglichst kompakt sein.

Durch das Einklappen der Seitenflügel reduziert sich die Breite deutlich. Beide SILO PUSH Modelle lassen sich dabei nicht nur in eine kompakte Transportstellung bringen, sondern die Seitenflügel können vollständig nach hinten geklappt werden, sodass das Gerät besonders schmal und sicher für Straßenfahrten wird. Der SILO PUSH SP 350 erreicht bei einer Arbeitsbreite von 3,50 Metern eine Transportbreite von 1,90 Metern. Der SILO PUSH SP 400 wird von 4,00 Metern Arbeitsbreite auf 2,50 Meter Transportbreite eingeklappt.

 

MAMMUT Maisschiebeschild am Traktor, Transport auf schmaler Straße
Andreas Strobl, Praxisexperte für Silageeinbringung

„Für den sicheren Straßentransport kann der SILO PUSH zusätzlich mit Begrenzungsleuchten ausgestattet werden. Diese sorgen für eine bessere Sichtbarkeit im öffentlichen Verkehr und erhöhen die Sicherheit bei Fahrten zwischen Hof und Fahrsilo.“

     – Andreas Strobl, Ersatzteillager & technischer Experte im Praxiseinsatz

Zwei Maisschiebeschilder im Vergleich

Silo Push SP 400

4 m Arbeitsbreite

1.250 kg Eigengewicht

Das Maisschiebeschild 400 ist für leistungsstarke Trägerfahrzeuge und große Erntemengen ausgelegt. Mit einer Arbeitsbreite von vier Metern und einem Klappbereich von bis zu 190° bietet er besonders große Verstellmöglichkeiten.

Optional kann das Maisschiebeschild mit einer hydraulischen Schwenkeinrichtung ausgestattet werden. Damit lässt sich das gesamte Schild zusätzlich zur Seite schwenken und noch genauer an den jeweiligen Arbeitsbereich anpassen.

MAMMUT Maisschiebeschild im Maisfeld mit 190 Grad klappbaren Seitenflügel am Traktor
Silo Push SP 350

3,50 m Arbeitsbreite

825 kg Eigengewicht

Das Maisschiebeschild SP 350 ist die kompakte Ausführung für Trägerfahrzeuge bis 150 PS. Seine Seitenflügel können bis zu 35° nach vorne und 90° nach hinten geklappt werden. Der gesamte Klappbereich beträgt damit 125°.

Das SILO PUSH 350 eignet sich damit für Betriebe, die ein kompaktes und wendiges Maisschiebeschild mit flexibel einstellbaren Seitenflügeln benötigen.

MAMMUT Maisschiebeschild SILO PUSH am Traktor mit Silowalze am Maissilo, SP 350 hydraulisch klappbare Seitenflügel 125 °

Maisschiebeschild und Silowalze als Gespann

Eine leistungsfähige Silierkette benötigt sowohl eine schnelle Verteilung als auch eine intensive Verdichtung. Das Maisschiebeschild und die Silowalze übernehmen dabei unterschiedliche, aufeinander abgestimmte Aufgaben.

Das Maisschiebeschild SILO PUSH bewegt die angelieferten Futtermengen und verteilt sie in gleichmäßigen Schichten. Die Silowalze SILO KOMPAKT konzentriert das Gewicht anschließend auf ihre Walzringe und überträgt es gezielt auf die Maissilage.

Werden beide Geräte gemeinsam an einem geeigneten Trägerfahrzeug eingesetzt, können Verteilen und Verdichten innerhalb eines Arbeitsablaufes erfolgen. So wird der Walzvorgang besonders effizient genutzt und der Zeitdruck während der Maisernte reduziert.

MAMMUT Maisschiebeschild mit Silowalze und Kantenverdichter am Traktor, Seitenflügelstellung auf 45 Grad

Mehr über die Siloeinbringtechnik von MAMMUT

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Große Futtermengen aufnehmen…
Silowalze erhöht Verdichtung um 20 Prozent
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Bedeutung der Trockenmasse in der Fütterung

Die Trockenmasse ist die zentrale Grundlage jeder leistungsorientierten Fütterung. Kühe decken ihren Bedarf an Energie, Protein und Mineralstoffen ausschließlich über die Trockensubstanz – nicht über das Gesamtgewicht des Futters inklusive Wasser. Entscheidend ist somit nicht, wie viel Futter im Silo liegt, sondern wie viel nutzbare Trockenmasse tatsächlich aufgenommen wird und wie konstant diese über die gesamte Entnahmeperiode zur Verfügung steht. Genau hier setzt die Verdichtung mit der Silowalze an: Sie trägt entscheidend dazu bei, dass möglichst viel der geernteten Trockenmasse und Energie im Silo erhalten bleibt. In der Praxis zeigt sich, dass stabile Trockenmassegehalte die Voraussetzung für eine präzise Rationsgestaltung sind und maßgeblich darüber entscheiden, ob die Tiere ihr Leistungspotenzial ausschöpfen können.

Jedes zusätzliche Kilogramm Futteraufnahme kann die Milchleistung deutlich steigern, während gleichzeitig die Futterverwertung verbessert wird. Konstante Trockenmasse sorgt für stabile Pansenverhältnisse, gleichmäßige Futteraufnahme und eine verlässliche Energieversorgung. Kommt es hingegen zu Schwankungen, verändert sich die tatsächliche Nährstoffaufnahme trotz gleicher Rationsberechnung. Die Folge sind Leistungseinbrüche, unruhiges Fressverhalten und ein erhöhtes Risiko für Stoffwechselstörungen – insbesondere in sensiblen Phasen wie rund um die Kalbung.

Einflussfaktoren auf die Trockenmasse

Der Trockenmassegehalt wird in der Praxis stark über den Bestand, den Schnittzeitpunkt, die Witterung und die Aufbereitung gesteuert – und genau darauf liegt bei vielen Betrieben zu Recht der Fokus. Diese Faktoren bestimmen, mit welcher Ausgangsqualität das Futter überhaupt ins Silo kommt. Doch damit ist die Qualität noch nicht gesichert. Ob die erarbeitete Energie und Futterstruktur im Silo erhalten bleiben, entscheidet sich erst entlang der gesamten Prozesskette. Entscheidend dafür sind vor allem der Futterbestand selbst, die gesamte Silierkette sowie die Verteilung und Verdichtung im Fahrsilo.

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