Jetzt 20 % Förderung nutzen

22. Dezember 2021
Allgemein

Innenmechanisierung weiterhin gefördert

In Österreich kann die landwirtschaftliche Investitionsförderung oder auch genannt „Förderung für Innenmechaniserung“ nach wie vor beantragt werden. Brandaktuell gibt es wieder neue Förderungsrichtlinien für das Jahr 2022. Wir geben in diesem Artikel einen kurzen Überblick über die wichtigsten Eckdaten im Bereich Innenmechanisierung, damit Sie passend zum Start ins neue Jahr top informiert sind. Klar ist: Wer in einen Futtermischer oder in dazugehörige Siloentnahmetechnik investieren will, der sollte sich vorher in seinem Bundesland über etwaige Fördermöglichkeiten informieren – denn dies kann sich durchaus lohnen.

Unterstützung der heimischen Landwirtschaft

Bevor wir jedoch ins Detail gehen, einmal kurz „back to the roots“ und damit natürlich zur allgemeinen Frage: Was ist denn eigentlich das Ziel dieser Förderung? Zusammenfassend kann man hierzu sagen, dass die Investitionsförderung den Sektor Landwirtschaft in Österreich noch innovativer, professioneller und wettbewerbsfähiger machen soll. Auf eine umweltschonende und nachhaltige Wirtschaftsweise der heimischen Betriebe wird bei dieser Förderung und auch bei den neuen Richtlinien besonders geachtet.

Eckdaten, Fakten und wichtige Infos

Nach intensiver Recherche zu diesem Thema fassen wir hier nun die wichtigsten Informationen für Sie zusammen, um Ihnen einen Überblick über diese interessante Fördermöglichkeit zu verschaffen. Da die Auslegung der Förderung für Innenmechanisierung aber regional oft unterschiedlich ist, empfiehlt sich selbstverständlich immer die Kontaktaufnahme mit den zuständigen Stellen der Länder (Landesregierungen bzw. Landwirtschaftskammern), die als erster Ansprechpartner in solchen Gelegenheiten für Sie da ist und auch die Antragsstellung beim Land vornimmt.

Nichtsdestotrotz – hier ein paar Daten, die sich kurz und übersichtlich aus den Förderunterlagen ableiten lassen:

  • Die Untergrenze der anrechenbaren Kosten liegt bei € 15.000,-
  • Bei den meisten Bundesländern handelt es sich um eine Kombination aus Investitionszuschuss (IZ) und Agrarinvestitionskredit (AIK). Der AIK ist aber meist zusätzlich kombinierbar, der Hauptbestandteil der Förderung wird über den direkten Investitionszuschuss durch das Land definiert.
  • Für Investitionen im Bereich Innenmechanisierung – wie zum Beispiel Futtermischwagen, Fütterungstechnik, Siloentnahmegeräte – gibt es 20 % Förderung, wobei sogar einzelne Maschinen miteinander kombinierbar sind und sogar aufgrund der Untergrenze von € 15.000,- sinnvoll miteinander kombiniert werden sollten. Ziel dieser Förderung ist ja schließlich die Steigerung der Wirtschaftlichkeit, weshalb immer ein System oder Gesamtkonzept gefördert bzw. bei Antragstellung beurteilt wird.
  • Einen detaillierten Überblick über die einzelnen Geräte der Fütterungstechnik, die förderbar sind, geben wir im unteren Teil des Beitrags.
  • Zum Fördersatz gibt es attraktive Zuschläge für Junglandwirte, Bio- oder Bergbauernbetriebe (zwischen 5 und 10 %)
  • WICHTIG: Die Antragstellung muss auf jeden Fall VOR dem Investitionsvorhaben erfolgen. Beginnen Sie die Recherche in Sachen Investitionsförderung also früh genug. Ab der offiziellen Antragsstellung ist der Bau- oder Investitionsbeginn dann möglich.
  • Fix definierte Obergrenzen für Geräte der Innenwirtschaft gibt es im Rahmen dieser Förderung nur für Hoftrac, Rad- und Teleskoplader oder Frontlader. Bei allen anderen Geräten werden die Pauschalkostensätze der ÖKL Richtwerte angenommen.

Praxis-Tipp:

Beachten Sie bei der Projektierung die Zusammensetzung der Maschinen, die für Ihren Betrieb in Frage kommen und die allgemein geltenden Untergrenzen der Investitionen. Ansprechpartner bei der Bezirksbauernkammer vor Ort beraten Sie gerne bei Fragen rund um das Thema Förderung und unterstützen Sie bei der Antragsstellung.

Aufgepasst: Diese Fütterungstechnik wird gefördert

Allgemein kann man sagen, dass im Bereich Innenmechanisierung sowohl stationäre und gezogene Futtermischer als auch selbstfahrende Futtermischwagen mit 20 % Investitionszuschuss gefördert werden (bis auf ein paar Abweichungen in einzelnen Bundesländern). Wenn Sie am Überlegen sind, Ihre Fütterung auf einen Mischwagen umzustellen, dann wäre also nun auch der ideale Zeitpunkt um die dazugehörige Siloentnahmetechnik genauer zu betrachten. Schließlich fallen auch Silozangen, Schneidschaufeln, Greifschaufeln genauso wie Ballenschneider in das Investitionsprogramm  – natürlich nur wenn die Untergrenze von € 15.000,- anrechenbarer Kosten erreicht wird. Da sich dieser Investitionsschritt im Zuge eines Futtermischer-Kaufs ohnehin oft automatisch ergibt,  macht es durchaus Sinn, über einen Förderantrag nachzudenken. Denn ein guter und durchdachter Fütterungsablauf in Abstimmung mit den dazugehörigen Geräten verschafft Ihnen im Alltag Arbeitserleichterung und Wirtschaftlichkeit.

GUT ZU WISSEN: Bei selbstfahrenden Futtermischern werden ab sofort nur noch jene mit Elektro-Antrieb gefördert. Und, last but not least gehören auch Futtervorschieber zu den förderbaren Maschinen der Innenmechanisierung – auch hier gilt eine sinnvolle Kombination der einzelnen Systeme aufgrund der zu berücksichtigenden Untergrenzen für anrechenbare Kosten. Die hier beschriebenen, förderbaren Maschinen sollten immer zu einem Gesamtkonzept für die Investition passen und werden systembedingt gefördert. Für Sie ist es daher beim Antrag wichtig, das Investitionsvorhaben gut zu beschreiben und ein schlüssiges Projekt darin zu beantragen.

Vielfältiges Österreich – Überblick über die regionalen Unterschiede

Unser Heimatland Österreich ist nicht nur landschaftlich ein vielfältiges Wunderwerk. Auch in Sachen Förderung gibt es im Bereich der möglichen Investitionsgegenstände pro Bundesland kleine, aber feine Unterschiede. Auch wenn es sich grundsätzlich um eine bundesweite Fördermaßnahme handelt, können die einzelnen Länder trotzdem die Definition in ein paar Punkten individuell abändern und an die jeweilige Region anpassen – ein spannendes Thema, das wir uns mal genauer angesehen haben.

Grundsätzlich sind sich die Länder Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, Vorarlberg und Burgenland in der Auslegung der Förderungsdetails in den meisten Punkten einig. Das heißt die bereits erwähnten Maschinen in Fütterungs- und Siloentnahmetechnik fallen in den Rahmen der landwirtschaftlichen Investitionsförderung und sind daher mit 20 % Zuschuss förderbar. Etwas anders sieht die ganze Sache in Tirol aus: Schon seit geraumer Zeit werden alle Geräte der Innenwirtschaft dort ausschließlich über einen Agrarinvestitionskredit gefördert, nicht über einen direkten Investitionszuschuss. Bedenkt man aber die günstige Verzinsung von 0,75 % so kann sich die Fördermaßnahme mittels AIK auf jeden Fall lohnen. Die Mindesthöhe des Kredites und somit der Investition beträgt ebenfalls € 15.000,-. Doch nicht nur das schöne Land Tirol unterscheidet sich hinsichtlich Investitionsförderung von den anderen Bundesländern, auch Salzburg stellt eine gewisse Ausnahme dar: Im gesamten Bundesland Salzburg gibt es die Förderung für Innenmechanisierung erst ab Januar 2023 wieder – dann beginnt wieder eine neue Förderperiode. Auch wenn hierfür die Details erst noch klar definiert werden müssen, werden voraussichtlich fix mit dem Stall verbundene Futtermischer, also stationäre Mischeinheiten,  ab 2023 wieder mit 20 % Investitionszuschuss gefördert. Alle anderen Maschinen der Innenwirtschaft, die nicht als fix montierte Anlage gelten, werden dann in Form eines Agrarinvestitionskredites (AIK) mit günstigen Zinssätzen gefördert.

Damit Sie gleich direkt zu den Detailinformationen in Ihrem Bundesland gelangen, haben wir hier alle Links zu den Förderstellen aufbereitet. Auf den jeweiligen Webseiten finden Sie sämtliche Infos, Antragsformulare und Kontaktdaten für die landwirtschaftliche Investitionsförderung. Abschließend möchten wir noch einmal betonen, dass für genauere Auskünfte zum Thema Innenmechanisierungsförderung immer die jeweilige Bezirksbauernkammer vor Ort gerne weiterhilft und gute Beratungsmöglichkeiten bietet.

Hier finden Sie die wichtigsten Links zu den jeweiligen Bundesländern:

Fütterungs- und Silagetechnik von MAMMUT

Das Ziel in der täglichen Fütterung sollte sein, die Abläufe so effizient und reibungslos wie möglich zu gestalten – denn schließlich ist es eine Notwendigkeit und Grundvoraussetzung, Ihre Tiere an 365 Tagen im Jahr mit bestem Futter zu versorgen. MAMMUT unterstützt Sie dabei, und bietet Futtermischer, mit denen wiederkäuergerechte Rationen mit den eigenen Ressourcen am Hof hergestellt werden können. Die Futtermischwagen der Serie PROFI MIX zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise und individuelle Ausführungsmöglichkeiten aus, wodurch das Gerät ideal an die bauliche Situation angepasst werden kann. Stationäre Mischer mit 1,5 m³ oder 4 m³ Volumen, gezogene Futtermischtechnik mit 4 m³ Fassungsvermögen aber auch selbstfahrende Maschinen in einer Größe von 1,5 m³ oder 2,5 m³ stellen ein passendes Produktprogramm für kleine Milchviehbetriebe, Bergbauernhöfe, Stiermast- oder Kälbermastbetriebe dar. Die Förderung für Innenmechanisierung von 20 % gilt für die meisten Modelle der Futtermischer-Modellreihe PROFI MIX – nutzen Sie diese einmalige Möglichkeit und gestalten Sie Ihren Arbeitsablauf am Hof noch komfortabler und wirtschaftlicher.

Doch um die einzelnen Futterkomponenten in hoher Qualität in den Mischwagen zu bekommen, ist eine dafür geeignete Siloentnahmetechnik unverzichtbar. Mit den Silozangen, Schneidschaufeln und Greifschaufeln von MAMMUT wird eine sorgfältige Entnahme aus dem Fahrsilo sichergestellt. Systeme, die für eine glatte Anschnittfläche und eine besonders schonende Futterbergerung sorgen sind zum Beispiel die Silageschneidzange SILO CAT und die Schneidschaufel SILO BUCKET. Dank der durchdachten Bauweise des Schneidkorbes und vieler anderer Details ist bei beiden Maschinen nur wenig Betriebsdruck nötig, um den Siloblock herauszutrennen. Für viel Vorschub, große Entnahmemengen und einen vielseitigen Einsatz im Alltag steht die Silogreifschaufel SILO GRIP: Der massive Obergreifer macht die Entnahme verschiedenster Futterarten zum Kinderspiel. Eine hochwertige Bauweise und Hardox-Verschleißschienen am Unterboden dieser Schaufel garantieren Ihnen einen langlebigen Einsatz. In Ergänzung zu einem Futtermischer fallen auch diese Entnahmegeräte in die landwirtschaftliche Investitionsförderung unter dem Fördersatz von 20 % (Ausnahmen regional pro Bundesland möglich).

In vielen Bundesländern umfasst das neue Förderprogramm auch Futtervorschieber wie den FEED MASTER. Dabei handelt es sich um schneckenförmige Futtertischräumer, die durch ihre Arbeitsweise die vorgelegte Ration wiederholt auffrischen und zu einer vermehrten Grundfutteraufnahme führen. Erhältlich sind diese Geräte in drei Modellen: Der kompakte FORTY für feinkörniges Futtergut, der einseitig gelagerte und mit einer großen Trommel ausgestattete FORTUNA auch für langfaseriges Material und größere Mengen und der FORTUNA SPEZIAL, der speziell für die Frischgras-Räumung konzipiert wurde. Allesamt fallen in vielen Bundesländern in die aktuelle Förderung der Kategorie „Innenmechanisierung“ – auch hier ist es wichtig, auf die Untergrenze der anrechenbaren Kosten zu achten und die Anschaffung sinnvoll mit anderen Systemen zu kombinieren.

Mehr über die Geräte von MAMMUT

Wir sind da für Ihre Fragen und Anliegen

Auch wenn natürlich grundsätzlich die Bezirksbauernkammer vor Ort Ihr erster Ansprechpartner in Sachen Förderungen ist, so bieten wir Ihnen gerne die Möglichkeit speziell in Sachen Fütterungs- und Silagetechnik Informationen zum Förderprogramm bei uns einzuholen. Wir nehmen uns gerne Zeit für Ihre Fragen. Falls im Gespräch noch detailliertere Infos gefragt sind, bei denen wir Ihnen nicht unmittelbar weiterhelfen können, so vermitteln wir auf Wunsch auch Kontaktdaten und Ansprechpartner bei den jeweiligen Landwirtschaftskammern in Ihrem Bundesland.

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